Magnetpulverprüfung (MT)

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Magnetpulverprüfung

 

Prinzip der Magnetpulverprüfung

In ein ferromagnetisches Werkstück wird ein Magnetfeld eingebracht. Befindet sich in der Werkstückoberfläche eine Trennung, treten Feldlinien aus der Oberfläche aus (magnetischer Streufluss). Der Streufluss wird durch Magnetpulveransammlungen an der Werkstückoberfläche sichtbar gemacht. Bei der Magnetpulverprüfung können feinste Risse nachgewiesen werden.

Prüfbar (magnetisierbar) sind alle ferromagnetischen Werkstoffe mit einer magnetischen Leitfähigkeit (Permeabilität) µr > 100.

Die wichtigsten Prüfbaren Werkstoffe sind:

  • Eisen
    - Unlegierte und niederlegierte Stähle
    - Stahlguss
    - Gusseisen
  • Kobalt
  • Nickel

Nichtferromagnetische Werkstoffe und damit nicht mit Magnetpulverprüfung prüfbar (µr < 100):

  • Hochlegierte Stähle (austenitisches Gefüge)
  • Aluminium
  • Kupfer
  • Kunststoffe

In der Praxis kann mit einem Dauermagneten festgestellt werden, ob der Werkstoff ferromagnetisch, d.h. mittels Magnetpulver- prüfung prüfbar ist.

Nachweisbare Fehler

Das Magnetpulverprüfverfahren dient in erster Linie zum Nachweis von spaltartigen Materialtrennungen in der Oberfläche und von oberflächennahen Fehlern (Tiefenlagen t < 0.2 mm) Die Nachweisempfindlichkeit ist sehr hoch und liegt meist über der geforderten Zulässigkeitsgrenze. Unter optimalen Bedingungen wird die Nachweisgrenze mit b ≈ 1 µm und h ≈ 10 µm angegeben. Sind die Materialtrennungen tiefer, können Breiten bis 0.1 µm nachgewiesen werden. Die Nachweisempfindlichkeit nimmt mit zunehmender Tiefenlage stark ab. Bei nicht magnetisierbaren Überzügen, wie Lacke oder nach galvanischer Behandlung ist eine Prüfung bis ungefähr 50 µm Schichtdicke durchführbar.

 

 Weiterführende Informationen: